Allgemein, Tablet / PC

Erdkunde: Seterra

Schon vor unserer Reise hatte ich viel Positives über die App Seterra gelesen. Mithilfe dieser App lernten und wiederholten die Kids zum Beispiel regelmäßig die Länder der EU oder die Bundesländer Deutschlands. Wenn wir in einem neuen Land ankamen, lernten sie damit die Nachbarländer und/oder die Lage der größten Städte.

Sie entwickelten einen unglaublichen Ehrgeiz, zuerst immer mehr Länder oder Städte auf der Karte korrekt zuzuordnen- und wenn sie bei 100% richtiger Ergebnisse angekommen waren, machten sie sich daran, immer wieder ihre Bestzeiten zu toppen. Längst schon haben sie Michael und mich übertrumpft.

Hier geht es zu Seterra Online.

Tablet / PC

Englisch: duolingo

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Auf langen, eintönigen Autofahrten: Englisch lernen!

Ich liebe, liebe, liebe Duolingo!

Unsere beiden Jungs lernten während unserer Reise mithilfe von Duolingo -und ganz ohne unsere Hilfe- unglaublich schnell Englisch. Innerhalb weniger Wochen waren sie sprachsicher in den gängigsten Situationen (Einkaufen, Essen gehen, nach dem Weg fragen, …), innerhalb weniger Monate konnten sie sich fließend mit englischen Muttersprachlern unterhalten. Bald darauf kannten sie auch die etwas kniffligeren Regeln englischer Grammatik (zum Beispiel den Unterschied zwischen den Vergangenheitsformen simple past und present perfect).

Wie schon bei der App Seterra, machte unseren Kindern das Lernen mit Duolingo einfach Spaß. Sie sammelten Punkte für richtige Antworten und erklommen neue Levels, immer im Wettstreit mit sich selbst, dem Bruder, oder anderen Duolingo Lernern. Sie übten sich in Hörverstehen, Übersetzung und Grammatik und bekamen immer eine direkte Rückmeldung, ob ihre Antworten korrekt waren. Dass auf diese Weise jedes Kind in seiner eigenen Geschwindigkeit lernen konnte, versteht sich von selbst. Dass dieses Lernen mithilfe von Tablet oder Handy überall geschehen konnte, war ein zusätzlicher Bonus.

Seit ich wieder zurück in Deutschland an „meiner“ Schule bin, habe ich in meinen beiden Englischklassen (7. und 8. Klasse Hauptschule) „Duolingo statt Hausaufgaben“ eingeführt. Meine Schülerinnen und Schüler werden von mir in virtuellen Klassen geführt, so dass ich jederzeit sehen kann, wer wann was gelernt hat, welcher Stoff gut verstanden wurde und wo es noch Schwierigkeiten gibt. Ich liebe diese Übersicht -und  dass die Hausaufgabenkontrolle während der Unterrichtszeit wegfällt, die oft ein enormer Zeitfresser war. Meine Vorgabe an die Schülerinnen und Schüler ist: „Mindestens 10 Minuten Duolingo pro Tag.“ Das sind 70 Minuten pro Woche. Das sind bei drei Stunden Englischunterricht in der Woche 23 Minuten pro Englischhausaufgabe. Das wäre an sich schon ganz ordentlich. Das wirklich Tolle aber ist, dass JEDER EINZELNE mindestens die doppelte Menge an Aufgaben bearbeitet – manche sogar die fünffache Menge. Ich höre zu Beginn der Englischstunde, wie Punktestände verglichen werden und solche Sätze wie „Gestern Abend hatte ich einfach richtig Bock, Englisch zu lernen, deshalb hab ich jetzt so viele XP“. Da geht einem als Englischlehrer(in) einfach das Herz auf.

Während der Schulstunden kann ich derweil den Stoff im Schulbuch ganz unbeirrt bearbeiten. Ohne Unterbrechungen, weil zum Beispiel die Hälfte der Klasse keine Hausaufgaben gemacht hat -und durchgägig mit meiner Unterstützung, was die neuen Themen betrifft. Andererseits bin ich natürlich so frei, dort anzusetzen, wo sich in Duolingo Schwierigkeiten zeigen, um diese Themen in Wiederholungsstunden aufzugreifen.

Erwähnte ich schon, dass Duolingo kostenlos und werbefrei ist? Und: nein, ich werde natürlich nicht dafür bezahlt, hier von Duolingo zu schwärmen. Es handelt sich tatsächlich um meine Begeisterung sowohl als Mutter als auch als Englischlehrerin.

Spiele

Mathematik: Brett-, Karten- und Würfelspiele

Es gibt viele Spiele, mit denen unsere Kinder ganz nebenbei und mit großer Begeisterung Mathematik gelernt haben. Insbesondere fallen mir die folgenden drei ein, die sich seit Jahren bewähren:

  • Quartett, im Sinne von „Trumpf“,
  • das Würfelspiel Kniffel,
  • und natürlich Monopoly, unser absoluter Favorit (..jedenfalls bevor wir TAC für uns entdeckt haben.)

Quartett:
Leo hat mit Quartettspielen rund um Autos, Flugzeuge, Rettungsfahrzeuge u.ä. die großen Zahlen und Zahlenvergleiche gelernt und eine gute Vorstellung von Größen bekommen. Es war das erste „echte“ Spiel (übersetze: „Große-Jungen-Spiel“), das er mit dem großen und dem ganz großen Bruder stundenlang ohne erwachsenen Beistand spielen konnte. Außerdem sind diese Kartenspiele leicht und handlich genug, sie überall mit hinzunehmen, um Momente der Langeweile zu überbrücken. Alles gute Gründe, weshalb ich auch vor unserer Reise Quartettspiele besorgte, um den Jungs einen spielerischen Einstieg in die englische Sprache zu vermitteln. Dazu aber hier mehr.

Kniffel:
Kniffel gehört zu den Spielen, die ich selbst jahrelang unglaublich gerne gespielt hatte. Entsprechend glücklich war ich also, als mein „großer“ Luca alt genug war, um das Spiel zu verstehen- und der kleinere Bruder mir beim Würfeln „helfen“ konnte. Abgesehen von der (einfachen) Addition und Multiplikation lernte Luca mit Hilfe des Spielplans vor allem das ordentliche Untereinanderschreiben von Zahlen. Was er im Unterricht und bei den Hausaufgaben überhaupt nicht einsah, war bei diesem Spiel die Voraussetzung, dass er als Spielleiter die Ergebnisse aufschreiben durfte – ein Grund, sein Bestes zu geben und darauf stolz zu sein.
Wenn dies dem Kind immer leichter fällt, geht es nun darum, mathematisch begründete Entscheidungen zu treffen: in welcher Kategorie bekomme ich für meinen Wurf die meisten Punkte? Wie sieht das aus mit den Bonuspunkten? Habe ich überhaupt noch eine Chance auf Bonuspunkte?
Schließlich kommt auch noch intuitive (oder vielleicht schon mathematisch begründete) Wahrscheinlichkeitsrechnung hinzu. („Die große Straße kann ich vergessen!“ Oder: „Full House geht immer.“)

Monopoly:
Wenn ich das Gefühl habe, (sehr) viel Zeit übrig zu haben, spiele ich mit den Jungs gerne Monopoly. Ich genieße es, dass ich mein Bestes geben und trotzdem verlieren kann. Es zeigt mir, wie groß meine Kinder inzwischen geworden sind. Groß genug, um Monopoly an regnerischen Tagen auch zu zweit oder mit ihren Freunden zu spielen. Monopoly ist DAS Spiel, mit dem meine kids den Umgang mit Geld gelernt haben, insbesondere schnelles Subtrahieren im Kopf. Ich bin immer wieder begeistert, wenn die Jungs geschickt rechnen und manchmal schneller als ich zu einem richtigen Ergebnis kommen, um ihre Mieten zu bezahlen oder einzufordern.

Spiele

Englisch: Spiele

Spielend lernen
Monopoly National Parks

Eine Fremdsprache zu lernen klappt von Anfang an gut mit Spielen! Das ist toll für die Kinder- und nicht allzu anstrengend für die Eltern oder Lehrer, die (zumindest zu Beginn) als Spielleiter fungieren.

Wenn wir uns einmal zurückerinnern an unsere Kindheit, merken wir vielleicht, dass viele beliebte Spiele ganz nebenbei bestimmte Fähigkeiten trainierten- und uns (trotzdem oder gerade deswegen) einen Heidenspaß machten. Ist ja auch logisch: ein verdienter, selbst „erarbeiteter“ Sieg ist viel befriedigender als ein solcher, der ausschließlich auf Glück basiert.

Das allererste Spiel, das ich mit den Jungs auf Englisch spielen konnte (und das sie recht schnell zu zweit gespielt haben), war ein englischsprachiges „Trumpf“ (Quartett). Es handelt von Superhelden, die Kategorien („intelligence“, „strength“, …) stehen auf den Karten und die zugehörigen Zahlen waren schnell gelernt. Bald schon wünschte ich mir, ich hätte das Spiel auch über Länder, Städte, berühmte Bauwerke, … bestellt – dann hätten die Jungs nebenher mit viel Freude auch noch Erdkundethemen oder einfach Allgemeinbildung wiederholen können… Unglücklicherweise konnten wir in keinem der Länder, durch die wir gereist sind, diese Kartenspiele finden.

Wenn Kinder erst einmal einige Farben und Gegenstände in ihrer Umgebung benennen können, kann man im fremdsprachlichen Unterricht wie zu Hause zum Beispiel Spiele wie „Ich sehe was, das du nicht siehst“ spielen. Darf das „sprachunerfahrenste“ Kind den zu erratenden Begriff aussuchen, kann man sicher sein, dass es ihn kennt- und aus den gefragten Begriffen der anderen Mitspieler ganz schnell neue Wörter dazulernt. („I see something that you don’t see and it is green.“ – „Is it a tree?“, „Is it that car?“) Außerdem wird so spielerisch die Satzstruktur von Fragen gelernt.

Man kann Wortschlangen bilden, in denen der letzte Buchstabe des einen Wortes identisch sein muss mit dem ersten Buchstaben des nächsten Wortes. („Table“, „error“, „red“, „desk“, ….)

Später kann man die Schwierigkeit erhöhen, indem man die Vorgabe gibt, dass die Wortschlangen aus Tiernamen („dog“, „grashopper“, „reptile“, …), Berufsbezeichnungen, Gefühlen oder anderen Gruppen bestehen müssen. Das hört sich nicht so spannend an, war aber während unserer Reise ein beliebtes Spiel auf Autofahrten oder wenn wir zum Beispiel im Restaurant auf unser Essen warten mussten.

Auch in Restaurants spielten die Jungs gerne „Galgenmännchen“. Das klappt mit Wörtern einer Fremdsprache genauso gut wie in der Muttersprache. Wenn das Kind das Alphabet der Fremdsprache beherrscht, lässt sich das ganz nebenher auch wiederholen. Ich weiß nicht, wie viele Papiertischdecken wir auf unserer Reise mit Galgen(männchen) vollgekritzelt haben…

Auch beim Essen oder während wenig spannender Spaziergänge war „I have an animal“ das mit Abstand beliebteste Spiel der Kids. Ein Kind denkt sich ein Tier, die anderen Mitspieler müssen mithilfe von ja/nein-Fragen herausfinden, um welches Tier es sich handelt. Bei 10 verneinten Fragen hat der Spieler mit dem geheimnisvollen Tier gewonnen und muss dieses offenbaren. Bei einer früheren Lösung gewinnt der Fragesteller, der das Tier erraten hat. Sämtliche Fragekonstruktionen lassen sich in diesem Spiel ganz nebenher trainieren- wenn jemand mitspielt, der die Fremdsprache recht gut beherrscht. („Does your animal have four legs?“, „Is it a mammal?“, „Can your animal swim?“, „Is it bigger/smaller than a mouse?“, …)

Als Brettspiel haben wir immer gerne Scrabble auf Englisch gespielt – wir hatten das Glück, dass dieses Spiel in vielen Wohnungen oder Aufenthaltsräumen von Zeltplätzen „herumlag“.

Immer wenn unsere Jungs auf Kinder trafen, die nicht deutsch sprachen, wurde jedes Spiel zum Sprachlernspiel. Besonders toll: Monopoly! Daheim in Deutschland besitzen wir mindestens 3 verschiedene Versionen des Spiels. Auf unserer Reise haben wir diese fantastische Version über amerikanische Nationalparks gefunden! Leider hat sie nicht mehr in unsere Rucksäcke gepasst – dafür steht das Spiel jetzt ganz oben auf unserer Wunschliste für Weihnachten (…und die Kinder werden, ohne es zu merken, stundenlang Englisch und Erdkunde „spielen“). Tatsächlich haben wir das Spiel doch noch gekauft – in den Everglades kurz vor Ende unserer großen Reise. Wir lieben es einfach – und haben den Platz geschaffen, es zurück in die Heimat zu transportieren.

Auch die englische Version des Spiel des Lebens machte den Jungs viel Freude- und klappte ziemlich schnell, da die Anweisungen auf den Spielkarten auf englisch und leicht verständlich sind. Es war von Anfang an kein Problem, dieses Spiel mit anderen Kindern zu spielen.

Mit anderen Kindern war aber natürlich auch das Herumtoben auf Spielplätzen, an Stränden und das gemeinsame Aushecken von Streichen immer wieder ein angesagtes Spiel…